Safari-Salama

Reisebericht 14 vom 05.11. - 03.12.2006

Wuhan - Huang Shan - Hangzhou - Suzhou - Shanghai

Stilleben auf dem Land Historisches Hongcun Huang Shan Mahjong spielen in der Freizeit Kanalstadt Suzhou Gartenanlage von Suzhou Gartenanlage von Suzhou Gartenanlage von Suzhou Historische Wasserstadt Zhouzhuang Eine der vielen Seitengassen Finanzzentrum Pudong

Noch ein letztes Mal geht es in China mit dem öffentlichen Verkehr weiter – dachten wir – denn der verbleibende Monat reicht nicht aus, um mit eigener Muskelkraft die Strecke bis nach Shanghai zurückzulegen. Wir möchten ja nicht nur Radeln, sondern auch wieder einiges besichtigen, u.a. die bekannten Gartenanlagen der Städte um Shanghai.

So besteigen wir am 05.11.2006 in Wuhan den Bus ins 6.5h entfernte Jingdezhen. Die Stadt ist das Zentrum der chinesischen Porzellankunst. Eine Kunst, die im Land eine über 2'000-jährige Tradition hat. Der Lehm dieser Gegend soll von hoher Qualität sein und sich für die sehr filigrane Töpferkunst bestens eignen. 60% der Stadtbevölkerung leben hier von der Herstellung und vom Verkauf der Porzellanware. Die verschiedenen Prozesse – vom Lehmklumpen über die Formgebung und das kunstvolle Bemalen der Gefässe bis hin zum Brennen – können wir im workshopähnlichen Freilichtmuseum mitverfolgen. Platz finden die bis 2.5m hohen Porzellanvasen glücklicherweise nicht in unseren Velotaschen :-).

Bei nach wie vor warmem und sonnigem Herbstwetter setzen wir unsere Tour nach Yixian fort. Herbstlich verfärbte Wälder bilden die Kulisse auf dieser 2-tägigen Fahrt über Hügel und kleinere Gebirgszüge sowie entlang ruhiger Bachläufe.

Eines Abends – wir befinden uns in einem richtigen Kaff – bekommen wir mal wieder Besuch: Es ist der junge, zuvorkommende, aber doch etwas hilflose Dorfpolizist. Es dauert nicht lange und der arme Kerl, der ordnungsgemäss seinen Pflichten nachgeht, tut uns auch schon ziemlich leid: Mangels Englischkenntnissen ist der geschniegelte Uniformierte nicht in der Lage, die offiziellen Registrierungsformulare auszufüllen, weshalb wir der Einfachheit halber dies für ihn erledigen. Doch damit nicht genug: Roland muss dem Beamten auch noch aufs Polizeirevier folgen, wo ihm erst einmal ein Tee angeboten wird, bevor unsere Pässe kopiert und ganz offensichtlich äusserst wichtige Telefonate betreffend unseres Aufenthalts getätigt werden... Auch Tags darauf sorgen wir für Abwechslung bei den doch eher unterbeschäftigten Ordnungshütern: Wir werden von einem Streifenwagen angehalten. Zwei Typen entsteigen dem Fahrzeug. Der eine ist uniformiert; der andere in zivil spricht ein wenig englisch (ist also mit grösster Wahrscheinlichkeit kein Polizist und wurde – so vermuten wir – nur als Dolmetscher abkommandiert). Ein seriöser Blick in unsere Pässe und auf unsere Visen und unserer Weiterfahrt steht nichts mehr im Wege... Plattgedrückte Wundernasen ;o).

Ein Tagesausflug von Yixian ins nahe gelegene Dorf Hongcun führt uns einige Jahrhunderte zurück; in die Zeit der Ming- und Qingdynastie. Die Gegend war damals ein wichtiges Handelszentrum und so errichteten die Kaufleute vor gut 300 Jahren ihre Wohnhäuser im Stil der klassischen chinesischen Architektur. Über einen von ca. 4m hohen Mauern umgebenen Vorhof gelangt man in das mit Holzschnitzereien reich verzierte Innere des Gebäudes. Halbtransparente Wandpaneele aus Holz gliedern die Räume untereinander und zu den als Gärten ausgebildeten Innenhöfen. Geschwungene, üppig gestaltete Dachabschlüsse schmücken die Häuser. In den engen, verwinkelten und mit Steinplatten ausgelegten Gassen ist ein Wasserkanalnetz angelegt, an denen Frauen heute noch Gemüse und Wäsche waschen. Diese sehr idyllische Umgebung zieht nicht nur Touristen an sondern auch zahlreiche Kunststudenten, die in ihren Gemälden das Leben innerhalb dieser einzigartigen Siedlungsstruktur festhalten.

Rein zufällig entdecken wir eine wenig befahrene Strasse, die direkt nach Huang Shan führt und unsere Route somit um zwei Tage verkürzt. Durch Wälder in herrlicher Herbstverfärbung, ausgedehnte Bambushaine und Felder voll von Chrysanthemen lassen wir uns treiben. Zurzeit ist gerade Ernte der in gelb und weiss blühenden Blumen und so werden die gepflückten Blütenköpfe sackweise entlang der Strasse zum Abtransport deponiert. Ein herrlicher Duft liegt in der Luft. Die getrockneten Blüten dienen als Basis für den weit verbreiteten Chrysanthementee.

Während zwei Tagen lassen wir die Fahrräder im Hotelzimmer zurück und unternehmen ausgedehnte Wanderungen durch das berühmte "Gelbe Gebirge" (Huang Shan). Dieser Gebirgszug gilt als eine der schönsten Berglandschaften des Landes. Die steilen Granitgipfel (bis über 1'800m.ü.M.) sind bewachsen mit den für China charakteristischen Schirmpinien, und somit bietet diese aussergewöhnliche Kulisse ein beliebtes Sujet in der chinesischen Landschaftsmalerei. Die zwischen den Gipfeln hängenden Nebelschwaden verleihen der Gegend etwas Märchenhaftes. An unserem ersten Wandertag steigen wir die steilen zum Teil in den Fels gehauenen Stufen hoch; bis zu einem Aussichtspunkt, von wo aus sich uns eine grandiose Weitsicht eröffnet. Tags darauf legen wir die 900 Höhenmeter per Luftseilbahn zurück und können so einen phantastischen Sonnenaufgang über die im Dunst liegenden Gebirgszüge erleben.

Die Temperaturen sind nun auch bei uns frischer geworden und die Tage kürzer. So beginnen unsere Radeltage erst um 08.30 Uhr und die früh eintretende Dunkelheit erlaubt es uns nur noch bis 17.00 Uhr zu fahren. Entsprechend werden auch die Tagesetappen kürzer.

Vier Velotage stehen uns bis nach Hangzhou bevor. Das schöne Herbstwetter der letzen Tage ist nun einem wolkenverhangenen und nebligen Himmel gewichen. Sogar einen Zwangs-Ruhetag müssen wir einlegen, da uns das regnerische Wetter nicht auf die Räder locken kann, und so geniessen wir an diesem Tag unser schönes Hotelzimmer und die liebenswürdige Gastfreundschaft des Besitzer-Ehepaares. Nebst uns zwei weilen noch drei Frauen aus Hangzhou hier als Gäste. Durch die eine Frau, welche sehr gut englisch spricht, erfahren wir einiges über die vergangenen Zeiten. Sie und ihre Schwester wurden zu Beginn der Kulturrevolution (1966) mit 18 bzw. 15 Jahren zwangsweise aufs Land geschickt, wo sie während zwei Jahren harte Feldarbeit verrichten mussten. Die nächsten 12 Jahre verbrachte sie in einer Maschinenfabrik, wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und mit der maoistischen Lehre "vertraut gemacht". Es ist ein sehr tragisches Kapitel in der Geschichte des Landes. Eine Zeit, in der die Leute nicht nur hungern mussten und umgebracht wurden, falls sie dem kommunistischen Regime Widerstand leisteten, sondern in der fast sämtliche Kulturgüter des ganzen Landes zerstört wurden.

In der für die pittoresken chinesischen Parkanlagen bekannten Stadt Hangzhou verweilen wir nur eineinhalb Tage, denn unsere noch verbleibende Zeit in China neigt sich dem Ende entgegen. Hangzhou ist seit jeher eines von Chinas Handelszentren und auch sehr bekannt für seinen Grüntee, die Produktion von Seide, Scheren und Fächern. So statten wir sowohl dem informativen Seidenmuseum, als auch dem interessanten Museum über traditionelle chinesische Medizin einen Besuch ab. Letzteres befindet sich in einem grossartigen Holzhaus aus der Zeit der Qingdynastie. Im einen Gebäudeteil ist nach wie vor eine Apotheke mit traditioneller chinesischer Medizin in Betrieb. In zahlreichen Holzschubladen, Metallkisten und kunstvollen Porzellanbehältern werden die natürlichen Heilmittel aufbewahrt und von den ApothekerInnen abgewogen und gemischt. Zur Herstellung der Medizin wird alles Erdenkbare verwendet: verschiedenste Kräuter, Knollen, Wurzeln, Blätter, Tierknochen und Föten, sowie ganze Käfer, Maden und Frösche.

Am Sonntagmorgen früh sind wir im Büro einer Immobilienfirma anzutreffen. Hier werden Wohnungen in neuerstellten Siedlungen ausserhalb Hangzhous vermarktet und es besteht die Möglichkeit, die eine Siedlung zu besichtigen. Die Wohnungen sind ansprechend, für chinesische Verhältnisse klar und grosszügig organisiert, und so schliessen wir uns aus reiner Neugier der Gruppe an. Vor Ort führt uns sogar der Chef persönlich durch zwei Musterwohnungen; er spricht englisch und so kann er uns auch einige Fragen zu hiesigen Projekt- und Bauabläufen beantworten. Es handelt sich um Eigentumswohnungen, die aber – das sei in China so üblich – im Rohbau übergeben werden, d.h. dass weder Küche, noch Bad oder Bodenbeläge im Kaufpreis inbegriffen sind. Innendekorateure sind hier gefragte Leute! Was den Landbesitz betrifft, so haben wir erfahren, dass Private oder Firmen für jeweils 70 Jahre das Land im Baurecht nutzen können, danach fällt es wieder an den Staat zurück, sofern es nicht für weitere 70 Jahre "erworben" wird.

Der im Stadtzentrum gelegene West Lake ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Auch wir geniessen es, durch die im typisch chinesischen Landschaftsstil gestaltete Parkanlage zu spazieren. Die Dunkelheit bricht rasch herein, vom See her stürmts, so dass die Trauerweiden richtig durchgeschüttelt werden, die geschmackvoll gestalteten und gut besuchten Teehäuser leuchten wie Laternen – kurz: es ist richtig romantisch!

Bei Nieselregen und 14°C verlassen wir Hangzhou in nordwestlicher Richtung und erreichen am Abend Huzhou. Tagsdarauf starten wir "trocken", doch schon bald regnet es wieder heftig und so strampeln wir den ganzen Tag durch den Schiff, auf dem Seitenstreifen einer Schnellstrasse, total öde Umgebung und Gegenwind, na ja, und da weder Goretex noch Ortlieb hält, was es verspricht, sind wir in Kürze durchnässt und der Grümpel in Rolands Taschen nur trocken, weil alles zusätzlich in Plastiksäcken verpackt ist. So wissen wir zumindest, was wir nach unserer Rückkehr zu tun haben: Beschwerdebriefe schreiben!

Wir gelangen nach Dingshan (= Dingshuzhen), wo wir uns inmitten des "Teekrug-Zentrums" befinden. Teekrüge, so klein, dass sie bei uns eher in der Spielwarenabteilung zu finden wären, werden hier in allen erdenklichen Formen in Handarbeit liebevoll hergestellt. Jede Teesorte hat ihr Krüglein und für die Teezeremonie – auch die variiert mit jeder Teeart! – kommt eine Vielzahl an zusätzlichen Utensilien, wie Teebrett, verschieden geformte Holzlöffel, Siebe, Glaskrüge, Schälchen mit Deckel, Schälchen ohne Deckel, hohe schmale und breite flache Tassen und so weiter zum Einsatz – eine richtige Wissenschaft! Aber ein Cognac-Schwenker ist ja schliesslich auch kein Rotwein-Kelch! Wer China ohne Teekrug verlässt, sagen wir uns, war nicht wirklich in China, und schon landet ein solches Mitbringsel – eines, in das auch etwas reinpasst – in unserer Tasche!

Von Dingshan aus solls weiter gehen nach Wuxi – also noch weiter um den Tai-Hu-See rum. Wieder düsen wir bei Nieselregen los – was nicht umbringt, macht hart – folgen Wegweisern, die ins Nichts führen und uns stattdessen die längste und sinnloseste Runde auf unserer bisherigen Reise bescheren: Nach 30km und mittlerweile natürlich wieder triefend nass und mit klammen Fingern, landen wir im nur wenig entfernten Yixing, wo wir gleich ein tolles Hotelzimmer beschlagnahmen und uns mit Bäckereiwaren vollstopfen – Frustfressen nennen wir das! Am nächsten Tag entscheiden wir uns dann, die Strecke nach Suzhou per Bus zurückzulegen... Es kratzt natürlich schon an unserem Ehrgeiz, ganz klar...!

Suzhou ist – auch bei Regen – eine tolle Stadt. Sie wird auch als das Venedig des Orients bezeichnet, hat eine Vielzahl an engen malerischen Kanälen, denen man entlang schlendern kann und welche von einfachen, klassischen chinesischen Hofhäusern gesäumt werden. Eng und düster sind diese Behausungen und der Wasseranschluss befindet sich an der Fassade. Nicht alle Häuser haben Plumpsklos und so sieht man nicht selten die eine oder andere Person mit einem Nachttopf (immerhin mit Deckel!) durch die Gassen eilen – auf dem Weg zum öffentlichen Ausguss.

Seidenproduktion, kunstvolle Seidenstickerei, -malerei und natürlich die weltbekannte Brokatweberei bietet hier manchen Familien ein Einkommen.

Nicht zu vergessen sind auch die vielen Gärten – in der ganzen Stadt hats über hundert – die ursprünglich in Privatbesitz waren, heute aber der Öffentlichkeit zugänglich sind. Fantastische Anlagen, in denen Pavillons, Holzhäuser und Höfe Räume bilden, die durch ein dichtes Netz an Steinwegen, Plätzen und Brücken unterschiedlichster Art miteinander verbunden werden. Künstlich angelegte Teiche und Flüsse in denen Goldfische schwimmen, Felsskulpturen, Bonsaibäume, Bambus, Pinien, Ahornarten und Gingko, die derzeit der Landschaft wunderbare Farbtupfer verleihen. Nichts ist hier dem Zufall überlassen und Durchblicke und Einblicke sehr präzise gesetzt. Auf engstem Raum verstehen es die Gartengestalter, Grösse zu suggerieren. Und plötzlich sind die Vorlesungen in Landschaftsarchitektur wieder sehr präsent! Wir können uns fast nicht sattsehen und machen natürlich eine Menge Fotos.

50km sind es ins süd-östlich von Suzhou gelegene Zhouzhuang. Die Gegend ist gespickt mit einer Menge von kleinen Seen. Zhouzhuang ist ein noch sehr gut erhaltenes Wasserstädtchen, welches vor über 900 Jahren gegründet wurde, ein sehr dichtes Netz von Kanälen hat und nicht weniger als 14 Bogenbrücken aufweist.

Am 27. November 2006 nehmen wir unsere letzte Veloetappe auf chinesischem Boden und somit auf dem asiatischen Kontinent unter die Räder. Bei trockenem Wetter, wenn auch stark bewölktem Himmel, rollen wir nach 74 topfebenen Kilometern in Shanghai ein. Ein weiteres Etappenziel ist erreicht!

Wir haben Glück und können die Fahrt ins Stadtzentrum auf einer verhältnismässig wenig befahrenen Strasse zurücklegen – keine Selbstverständlichkeit in einer Metropole, die mehrheitlich mittels Highways erschlossen ist, die sich auf mehreren Ebenen von der Agglomeration her bis ins Herz der Stadt durch die Gegend ziehen.

Wie immer, wenn wir eine Grossstadt erreichen, steht als erstes eine Menge an Administrativem an: Wäscherei suchen, Flug nach NZ rückbestätigen, Flug in die Südsee buchen, Einkäufe zur Post bringen, Mails beantworten, Reisebericht schreiben und Fotos bereitstellen, Velo-Boxen auftreiben und ganz wichtig: eine Antwort finden auf die Frage: Wie kommen wir mit zwei vollbeladenen Göppeln und zwei gigantischen Schachteln zum 30km entfernten Flugplatz? Metro geht nicht, Transrapid geht (zu unserem grossen Leidwesen) auch nicht, Taxi geht ebenfalls nicht – ohne Witz, in die Minikofferräume passen nicht mal die Schachteln rein! Wir hoffen, dass uns der Airport-Bus mitnimmt, gefragt haben wir noch nicht... Doch unsere Erfahrung zeigt, dass es am besten ist, immer gleich mit dem "vollen Geschütz" aufzufahren; da kann sich das Gegenüber ein Bild machen und man kann uns nicht so einfach abwimmeln.

Shanghai stellt auf relativ engem Raum stellvertretend das dar, was wir in den letzten 4.5 Monaten als "das heutige China" kennen gelernt haben: Einfachheit, Gelassenheit und Armut in den noch alten Quartieren, aufstrebende Wirtschaft im neuen Stadtteil Pudong und Reichtum und Glamour entlang der Shoppingmeilen. Tempo, Lärm, ruckruckzackzack! Zwischen Gucci und Armani, neben McDonald's und flimmernden Leuchtreklamen führen Gassen in bescheidene Wohnzonen, wo die Leute wieder mit dem Nachttopf durch die Strassen eilen, der Ohrenputzer seinen Kunden auf dem Trottoir bedient, Wäsche vor allen Fenstern hängt und die Nachbarn bei Tee und Brettspiel zusammensitzen. Uns faszinieren beide Welten und so schlendern wir natürlich auch durch die ehemalige französische Konzession (bis ca. 1940), wo noch heute tolle Villen mit viel Umschwung stehen und auch die übrige Bebauung nicht so dicht ist und die Strassen einladend mit Platanen gesäumt sind. Entlang des Huangpu-Flusses schauen wir uns "den Bund" an. Prachtsbauten aus kolonialer Zeit – schon damals Banken, Opium-Handels-Vereinigung und andere Geschäftssitze wichtiger Firmen der damaligen Zeit. Der Architekturstil: ein interessanter Mix aus russischer Kolossalarchitektur, Art Deco, Jugendstil und Klassizismus.

Am Sonntag 03.Dezember 2006 fliegen wir nach Neuseeland. Wir verlassen den asiatischen Raum mit gemischten Gefühlen; haben hier einerseits zweifellos eine unvergesslich schöne und bereichernde Zeit erlebt. Bei aller Herzlichkeit die uns die Menschen entgegengebracht haben, war es aber nicht immer ganz einfach; bildet doch vieles, was bei uns als selbstverständlich gilt, hier die Ausnahme. Wir freuen uns beide sehr auf einen Wechsel, auf eine Kultur, die uns etwas vertrauter ist und, ach ja: Die Verständigung! Ni hao, do schuo dian, i qin, cesuo dsai na li, liang gongschin, xie xie, gongli, meiyou, bu dong... das ist in etwa das chinesische Vokabular, das wir uns in den letzten Monaten erarbeitet haben – richtig mit den Leuten unterhalten konnten wir uns leider nicht und auch darauf freuen wir uns natürlich wieder sehr. In zwei Tagen werden wir Silvia und einen Tag später Beata in Auckland treffen. Als kleine Karawane werden wir dann unterwegs sein, zelten, auf dem Kocher brutzeln, Hügel rauf und runter, Geysire, Schafe, Gletscher – hei, wie freuen wir uns auf Neuseeland!

Tourenstatistik:
  • Anzahl Reisetage:
  • Anzahl Velotage:
  • Total Velodistanz:
    Davon nicht asphaltiert:
  • Total gefahrene Höhenmeter:
  • Total reine Fahrzeit:
464
231
14'283km
480km
110'271m
1'003h 50min

Zu den Fotos...

Sabine & Roland, 03.12.2006

© pk&mk 09.12.2006