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Velotour IslandReisebericht vom 17.07. - 29.07.2001Per Zug & Flug nach Island, über Landmannalaugar & der Südküste entlang bis Höfn |
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Route: Wir geniessen Island in vollen Zügen! Wir haben schon sehr viel erlebt & bereits die ersten 600km, davon 150km auf Schotterpisten, hinter uns! Die Zugsreise nach Frankfurt verläuft problemlos – wir haben noch selten so mühelos Velos im Zug transportiert. In Frankfurt gehts dann Rolltreppe rauf, Rolltreppe runter, Gepäckwägeli laden & entladen – das Ganze natürlich x-mal, bis wir im Terminal 2 für das Checkin ankommen. Nachdem wir unser Gepäck los sind warten wir auf die Rechnung für die Velos (angekündigt waren 50.- DM/Velo/Person), doch nichts! Alles wird gratis transportiert, inkl. der 42.7kg normales Gepäck! In Keflavík setzen wir unsere Velos wieder zusammen und fahren los ins isländische Wetter: Regen! Deshalb gibts nur eine kurze Etappe. Am nächsten Tag noch schlimmer: Dauerregen, wir können schon mal Regenjacke & -hose austesten → alles wasserdicht! Dazu kommen auch schon die ersten 2 Reifenpannen! In Reykjavík bleiben wir nur 1 Nacht, dann gehts weiter: Kein Regen mehr, dafür stärkster Gegenwind! Island empfängt uns in den ersten Tagen gleich mit allem Bösen, aber so kann es eigentlich nur noch besser werden! Nach ca. 1.5 Tagen auf der Ringstrasse verlassen wir diese und weiter gehts im Landesinneren durch Landmannalaugar: 150km auf Schotterpisten, dazu zahlreiche Furten, bis zu 40cm tiefe Flüsse, die wir fahrend & im 2. Teil teilweise schiebend durchqueren. Das Wasser ist saukalt, anschliessend bei (Niesel-)Regen & ca. 8°C Lufttemperatur nur mit Tevas bekleidet weiterradeln ebenfalls. Doch wir haben noch alle Zehen und wurden auch nicht krank. Die Landschaft ist traumhaft, schwarze & rote Lava, karg, rote Felsen, Hügel, Flüsse. Dazu ein einsames Hilleberg-Zelt an einem kleinen Bach & wir! Weiter gehts dann auf der Ringstrasse Richtung Osten. Das Wetter ist sehr wechselhaft: Sonne, dann wieder Regen, meistens bewölkt, Gegenwind, gestern jedoch zum ersten Mal Rückenwind, und wie!!!!!! Der bläst uns doch glatt 118km (!!!) weit bis nach Höfn! Von hier gehts nun weiter die Ostküste hoch (vermutlich Fjord rein, Fjord raus, Fjord rein,...). Auf den ersten Sonnenuntergang warten wir weiterhin (Es soll ja Leute geben, die 2 Wochen in Island weilten und dabei Fotofilme mit Sonnenuntergängen füllten! Keine Ahnung, wie die das machten). Aber unsere Ferien dauern ja noch lange, so dass das alles noch kommen wird! Unser Material bewährt sich bisher super! Alles wasserdicht, praktisch & bisher hat sich auch unsere Auswahl an Reservematerial bestätigt: Schlauchflickzeug, Ersatzschrauben, Ersatzsplint, Ersatzspeichen, Kranzabnehmer und sogar die Last-Minute-Tipps von Richi waren von unsäglichem Nutzen: Vorgestern hatten wir unseren ersten Speichenbruch, natürlich am Hinterrad und selbstverständlich musste auch der Zahnkranz abgenommen werden. Zuerst mal grosses Staunen unsererseits, denn weder Patricia noch ich haben dies je gemacht. Doch nach intensivem Studium des Hinterrades sowie des uns zur Verfügung stehenden Materials haben wir die Sache locker auseinandergeschraubt, ersetzt, zentriert & wieder zusammengesetzt! Hält bisher auch auf Schotterstrassen tiptop & wir überlegen uns, den Job zu wechseln und in Island einen Velociped-Ableger zu öffnen! Liebe Grüsse aus dem z.Z. bewölkten Höfn. Aktuelle Temperatur 13°C, die Windrichtung scheint auch zu stimmen. Markus & Patricia, 29.07.2001 |
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